Charlie Haden Quartet West - 17. Salzburger Jazz-Herbst TICKETS Charlie Haden Quartet West - 17. Salzburger Jazz-Herbst Universität Salzburg Charlie Haden Quartet West - 17. Salzburger Jazz-Herbst

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CHARLIE HADEN QUARTET WEST - 17. SALZBURGER JAZZ-HERBST
01.11.2012 : 19:30 : Universität Salzburg

Der amerkianische Jazz-Kontrabassist, Komponist und Bandleader Charlie Haden ( 6. August 1937 in Shenandoah, Iowa) wurde Anfang der 1960-er Jahre als Mitglied im Quartett des Altsaxophonisten und Free-Jazz-Pioniers Ornette Coleman bekannt. Er gehörte wenig später zum ersten Trio von Keith Jarrett und begann bald selbst eigene Gruppen zu formieren. Mit seinem markanten Sound und der – betont – schlichten Spielweise prägt Kontrabassisten des zeitgenössischen Jazz.

Chalie Haden spielte nach ersten Engagements von Art Pepper, Elmo Hope, Paul Bley, Dave Pike und Hampton Hawes von 1958 bis 1962 mit Ornette Coleman Alben wie “Shape Of Jazz To Come”, “Change Of The Century” und “Free Jazz” ein. Er kooperierte auch mit Buddy DeFranco, John Coltrane und Charlie Barnet, ehe er 1964 reguläres Mitglied des Denny Zeitlin Trios wurde. Mit Archie Shepp gastierte Charlie Haden 1966 in Europa. Platteneinspielungen mit Roswell Rudd, Henry Red Allen, Alice Coltrane, Carla Bley, Don Cherry, John McLaughlin und Joe Henderson folgten. Von 1968 bis 1976 und wieder ab 1979 kooperierte Haden mit dem Pianisten Keith Jarrett. Eine Reihe wichtiger Alben, darunter “Expectations”, “El Juicio”, “Backhand” und “Eyes Of The Hearts” dokumentieren diese enge Partnerschaft.

Aus der Zusammenarbeit mit Carla Bley und dem Jazz Composers‘ Orchestra ging 1969 sein politisch engagiertes, vielfach preisgekröntes Album “Liberation Music Orchestra” hervor, auf dem er sich mit Kolonialismus und Unterdrückung auseinandersetzte. Neben Ron Carter und Red Mitchell gehört Charlie Haden zu jenen Bassisten, welche die Herausforderung und kammermusikalische Intimität des Duospiels suchen. Das Album “Closeness” (1976) bot Duoaufnahmen mit einigen der wichtigsten Partner Hadens dieser Zeit (Alice Coltrane, Paul Motion, Ornette Coleman und Keith Jarrett). Neben Triobesetzungen wie der Band mit Gen Allen und Paul Motion, Saxophonisten wie Joe Henderson oder Lee Konitz bzw. Pat Metheny an der Gitarre hat Charlie Haden auch mit ausgefalleneren Kombinationen gearbeitet. Vor allem in Europa erfreute sich die Kooperation mit Jan Garbarek und Egberto Gismonti großer Bewunderung.

Seit den 1990er Jahren entwickelte Haden in Zusammenarbeit mit Musikern wie Gonzalo Rubalcaba und David Sanchez eine eigenständige, stark kammermusikalisch geprägte Spielart des Latin Jazz. Die Spielweise von Charlie Haden ist gekennzeichnet durch außerordentliches Understatement. So gut wie nie stellt er seine Instrumentaltechnik in den Vordergrund. Ähnlich wie der Pianist Thelonious Monk verschafft sich Haden gerade durch seine “technische Verweigerung” großen Respekt. Don Cherry bezeichnete den politisch engagierten Komponisten des “Song For Che” (1968) aufgrund seiner Befähigung zum “spontanen Komponieren” als einen “der größten Bassisten unserer Zeit”.

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