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Ein Projekt für 30 MigrantInnen von Jacqueline Kornmüller
Eine Kooperation von Volkstheater mit wenn es soweit ist
Uraufführung
Kornmüller Kastler Wolf
Millionen Menschen waren im vergangenen Jahr unterwegs in eine bessere Welt. Flüchtlinge haben auf ihrer Odyssee oft alle Schrecken erlebt, die man sich nur ausdenken kann: Lebensgefahr, Betrug, Raub, Diebstahl, Trennung von geliebten Menschen, Armut, Hunger und Vergewaltigung. Unzählige finden, bevor sie noch die paradiesische Ferne erreichen, den Tod. Dass das Paradies keines ist, sondern mit Tarnung, Verstecken, neuem Elend und Hass verbunden ist, erfahren sie bald, wenn sie ihr Ziel erreicht haben, aber kaum jemand wird sich das eingestehen. Fast alle sind aus ihrer Hölle in ein Fegefeuer geraten, denn im Kontinent des Wohlstandes will man nicht mit ihnen teilen. Man sieht in den Gestrandeten vielmehr Heuschreckenschwärme, vor denen man sich schützen muss, weil sie das Sozialsystem gefährden. Kein Staat in Europa besitzt eine grundsätzlich andere Philosophie.
Aus Die Stadt, Entdeckungen im Inneren von Wien von Gerhard Roth
Das Volkstheater widmet in Kooperation mit wenn es soweit ist diesem vieldiskutierten Thema ein Projekt, das gewohnte Perspektiven und Sichtweisen in Frage stellt. Wir möchten unser Publikum einladen, zuzuhören, wenn Menschen verschiedener Herkunft und unterschiedlichen Alters die Geschichten ihrer Reise erzählen.
wenn es soweit ist heißt eine Wiener Gruppe um die Theater und Filmregisseurin Jacqueline Kornmüller und den Schauspieler und Produzenten Peter Wolf, gegründet 2009, um philosophisches und gesellschaftspolitisches Material ebenso wie das alltägliche Leben mit seinen individuellen Besonderheiten zu untersuchen. Die Begegnung und die Arbeit mit anderen Suchenden ist existenzieller Bestandteil ihrer Arbeit.
Dates:
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