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Ilkka Kuusisto - Fröken Julie (Oper in 2 Akten)
Nach einem Drama von August Strindberg
Maarit Aura, JULIE (Mezzo)
Gabriel Suovanen, JEAN (Bariton)
Marjukka Tepponen, KRISTIN (Sopran)
Julia Mach, Tänzerin
Kammerchor Feldkirch; Benjamin Lack, Einstudierung
Nordic Symphony Orchestra
Anu Tali, Musikalische Leitung
Philippe Arlaud, Regie, Bühne, Licht
Andrea Uhmann, Kostüme
„Meine Charaktere sind Konglomerate von vergangenen Kulturgraden und Brocken der angehenden Zeit, welche aus Büchern und Zeitungen entlehnt wurden, Stücke von Menschen, abgerissene Fetzen von Feiertagskleidern, welche zu Lumpen geworden sind, ganz wie die Seele zusammengeflickt ist“, so erklärte August Strindberg einst die Personen in seinem skandalumwitterten Drama Fräulein Julie, das 1889 in Kopenhagen uraufgeführt wurde. Das „naturalistische Trauerspiel“ unterlag Jahre einem Aufführungsverbot in Schweden. Die Grafentochter Julie versucht, den Diener Jean zu verführen, doch als sie ihr Ziel erreicht hat, muss sie erkennen, dass sich die Rollen umgekehrt haben, er nun der Stärkere ist und sie die Gedemütigte, welche mit dieser Schmach nicht mehr leben kann. – Ein psychologisches Kammerspiel, ein vielschichtiger Beziehungskrimi, ein „Kampf der Gehirne“ (Strindberg) - und also wie geschaffen für eine musikdramatische Umsetzung. Die 1993 entstandene Kammeroper von Ilkka Kuusisto spürt den Charakteren sensibel nach.
Intendant Philippe Arlaud legt in seiner Inszenierung die zeitlos aktuellen Aspekte der provozierenden Story offen – ein gewiss aufregender Abend.
In Kooperation mit der Finnischen Botschaft in Wien
Dates:
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