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Eine Hausmärchen-Expedition von Verena Rossbacher und Thorleifur Örn Arnarsson
In Zusammenarbeit mit dem Stück Labor Basel
Uraufführung
Premiere: 04. Mai 2012
«... da ging ich und sah, an einem kleinen Seidenfaden hing Rom und der Lateran, und ein fussloser Mann, der überlief ein schnelles Pferd, und ein bitterscharfes Schwert, das durchhieb eine Brücke. Da sah ich einen jungen Esel mit einer silbernen Nase, der jagte hinter zwei schnellen Hasen her, und eine Linde, die war breit, auf der wuchsen heisse Fladen. Da sah ich eine alte dürre Geiss, trug wohl hundert Fuder Schmalzes an ihrem Leibe und sechzig Fuder Salzes. Ist das nicht gelogen genug?»
Die erste Auflage der «Kinder- und Hausmärchen» der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm erschien 1812, also vor 200 Jahren. Sie verglichen ihre Sammlung und deren Wirkung auf den Leser in Demut mit der Bibel. Und so ersetzte sie diese auch alsbald in vielen Haushalten als abendlicher Lesestoff, bis heute.
Anlässlich dieses 200. Jahrestags begibt sich das Luzerner Theater auf die Spuren dieser Märchen und Mythen, um die alten Geschichten in ihrer Relevanz fürs Heute neu ans Licht zu heben.
Thorleifur Örn Arnarsson, Filippía Elisdóttir, Vytautas Narbutas und Símon Birgisson, das isländische Produktionsteam, dessen Luzerner Inszenierung von Henrik Ibsens «Peer Gynt» 2011 das nachtkritik-Theatertreffen gewann, setzt mit dieser Inszenierung seine Arbeit mit dem Luzerner Ensemble fort.
Die Autorin Verena Rossbacher, aufgewachsen in Österreich und in der Schweiz, studierte Philosophie und Theologie in Zürich und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und wurde bereits mit diversen Preisen und Stipendien ausgezeichnet. 2010 nahm sie am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb teil. Zudem unterrichtet sie am Literaturinstitut in Biel. Ihr Debütroman «Verlangen nach Drachen» erschien 2009.
Dates:
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