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Michel Charles Sardou, geboren am 26. Januar 1947 in Paris, ist ein französischer Komponist und Interpret.
Als - nach Johnny Hallyday - erfolgreichster und zugleich umstrittenster Sänger Frankreichs, zeichnet sich sein Werk in musikalischer und inhaltlicher Hinsicht durch eine große Breite aus. Neben Liebesliedern („La maladie d´amour“) wurde Sardou vor allem durch seine Chansons zu politischen und gesellschaftlichen Themen bekannt. Besonders kontroverse Diskussionen lösten Mitte der 1970er Jahre Lieder aus, in denen Positionen gegen den Zölibat, den Kolonialismus und eine falsch verstandene Entwicklungshilfe, für die Todesstrafe und den Stierkampf zum Ausdruck kamen. In anderen Liedern zeichnet er das Bild eines Freunds der Amerikaner, Iren und Polen, Feinds der Deutschen, Engländer, des Kommunismus, des Gaullismus und des Pariser Zentralismus.
Auf sein Verhältnis zum Inhalt seiner Lieder angesprochen, hat Michel Sardou präzisiert, dass er sich als Interpret versteht, der zum Nachdenken anregen will. Ein Chansonnier sei wie ein Schauspieler. Letzterem würde man auch nicht seine Rollen vorwerfen, sondern immer wissen, dass er eine Rolle spiele.
Trotz fast 300 Singles, 24 Studioalben und stets ausverkauften Tourneen in Frankreich bleibt er doch im Ausland - außer in Belgien, Luxemburg, Kanada und der französischsprachigen Schweiz - ohne größeren Erfolg und so gut wie unbekannt.
Musikalisch arbeitet er zunächst mit Michel Fugain zusammen, später mit Jacques Revaux und Pierre Delanoë. Die meisten seiner Texte und Arrangements schreibt er selbst, häufig in Zusammenarbeit mit Didier Barbelivien.
Die deutsche Version seines Titels „Le temps des colonies“ sang Wencke Myhre. Howard Carpendale interpretierte den Titel „Je vole“ in deutscher Sprache.
Termine:
| Dezember 2012: | | | | | |
| Jänner 2013: | | | | | |
| Februar 2013: | | | | | |
| März 2013: | | | |
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