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details
SALZBURGER FESTSPIELE PFINGSTEN 2012 - CLEOPATRA TRAGICA
28.05.2012 : 11:00 : Felsenreitschule Salzburg

PROGRAMM:

ROBERT SCHUMANN • Ouvertüre zu Julius Cäsar f-Moll op. 128
HECTOR BERLIOZ • La Mort de Cléopatre
Scène lyrique für Sopran und Orchester H 36
JOHANNES BRAHMS • Rinaldo
Kantate für Tenor, Männerchor und Orchester op. 50

INTERPRETEN:

Sir John Eliot Gardiner, Musikalische Leitung
Vesselina Kasarova, Mezzosopran
Piotr Beczala, Tenor
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Chor des Bayerischen Rundfunks

ZUR PRODUKTION:
In seinen Memoiren erinnert sich Hector Berlioz an seinen dritten Versuch, im Jahre 1829 den renommierten Rompreis zu erringen: „Man gab uns als Thema ,Kleopatra nach der Schlacht bei Actium‘. Die ägyptische Königin ließ sich von der giftigen Viper stechen und starb in Zuckungen. Bevor sie ihren Selbstmord beging, flehte sie in religiöser Angst die Ahnen der Pharaonen an. Hier war ein großartiger Gedanke zum Ausdruck zu bringen.“ Und so entschied sich Berlioz, nicht im Stil und Sinne der Jury zu komponieren, sondern eine Kantate „von ausgeprägter Eigenart“ vorzulegen. Die „Strafe“ folgte auf dem Fuße: Der von Berlioz verachtete, in Paris jedoch höchst erfolgreiche Opernkomponist François-Adrien Boieldieu konstatierte: „Ich bin kein großer Harmoniker, doch Ihren unirdischen Akkorden vermag ich nicht zu folgen.“ Der Text der Kantate von Pierre-Ange Vieillard zeichnet die letzten Minuten der ptolemäischen Königin, die nach der Niederlage des Marc-Antoine bei Actium zur Kriegsbeute des Octave geworden war. Für Cléopâtres Leid und Selbstanklage, ihr schmerzliches Erinnern an vergangene Zeiten bis hin zur tragischen Entscheidung zum Freitod durch einen Schlangenbiss fand Berlioz ungewohnte und ergreifende Töne, die auf Ratlosigkeit und Verstörung bei den Zeitgenossen stießen. Die Großartigkeit dieser Komposition zu entdecken, blieb späteren Zeiten vorbehalten.

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