 
|
 |
Oper in drei Akten
Musik von Giacomo Puccini
Libretto von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa
Musikalische Leitung: Peter Marschik
Regie, Bühne und Kostüme: Stefano Poda
Choreinstudierung: Günter Wallner
Dramaturgie: Heiko Cullmann
Annemarie Kremer, Larissa Gabshiy | Martin Achrainer, Stefan Cerny, Francesco Landolfi, Adreas Früh, Zoltán Nagy, Gaston Rivero, Krassimir Tassev
Chor und Kinderchor des Stadttheaters Klagenfurt
Kärntner Sinfonieorchester
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Rom im Juni 1800: Die Ewige Stadt steht nach dem Sturz der Republik unter der Gewaltherrschaft des Präfekten Scarpia. Der Maler Mario Cavaradossi gewährt dem früheren republikanischen Konsul Angelotti Unterschlupf und gerät so in die Netze des Polizeiapparates. Scarpia lässt den Künstler foltern, um das Versteck des Staatsfeindes zu erfahren. Cavaradossis Geliebte, die Sängerin Floria Tosca, versucht, sein Leben zu retten, indem sie dem Präfekten sexuell gefügig zu sein verspricht. Scarpia ordnet daraufhin eine Scheinhinrichtung des Malers an, wird aber, als er seinen Lohn einfordert, von der Sängerin erstochen. Im Gefängnis erweist sich das Versprechen des Präfekten als mörderischer Betrug…
1889 besuchte Giacomo Puccini in Mailand eine Aufführung von La Tosca, einem neuen Sensationsdrama von Victorien Sardou, mit der berühmten Schauspielerin Sarah Bernhardt in der Titelrolle. Obwohl der Komponist die französische Sprache nicht beherrschte, war er von den Vorgängen auf der Bühne so gepackt, dass er beschloss, den Stoff zu vertonen. Doch erst elf Jahre später, nach dem Erfolg von La Bohème, setzte er dieses Vorhaben in die Tat um. Bei der Uraufführung am 14. Januar 1900 im Teatro Costanzi in Rom verstörte Puccinis höchst dramatische Musik aufgrund ihrer Neuartigkeit und krassen Effekte die Kritiker, die u. a. ablehnend von „Folterkammermusik“ sprachen. Das Publikum dagegen war begeistert und rief den Komponisten 21 Mal vor den Vorhang. Mit Tosca schuf Puccini nicht nur ein äußerst effektvolles Bühnenwerk, sondern auch eine der letzten großen italienischen Gesangsopern.
Das Drama stellt uns vor eine ganz andere Aufgabe als La Bohème. Die Stimmung der Tosca ist nicht romantisch und lyrisch, sondern leidenschaftlich, qualvoll und düster. Hier haben wir es nicht nur mit liebenswürdigen, guten Menschen zu tun, sondern auch mit abgefeimten Schurken wie Scarpia und Spoletta. Und unsere Helden werden diesmal nicht weichherzig sein wie Rodolfo und Mimì, sondern entschlossen und tapfer. [...] Mit einem Wort, wir brauchen hier einen anderen Stil. Mit La Bohème wollten wir Tränen ernten, mit Tosca wollen wir das Gerechtigkeitsgefühl der Menschen aufrütteln und ihre Nerven ein wenig strapazieren. Bis jetzt waren wir sanft, jetzt wollen wir grausam sein. Giacomo Puccini an Giuseppe Giacosa
Termine:
|  |