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Symphoniekonzerte
12.11.2026 - 11.06.2027 | 19:30 | Congress Innsbruck
12. & 13. November 2026:
2. Symphoniekonzert
Im Bewusstsein seines nahenden Todes schuf Gustav Mahler mit Das Lied von der Erde sein nach eigener Aussage persönlichstes Werk. «Ist das überhaupt zum Aushalten?», soll er den vor Ergriffenheit sprachlosen Dirigenten Bruno Walter nach dem Studium der Partitur gefragt haben – bezogen auf die Eindringlichkeit des letzten Satzes mit der Überschrift «Abschied». Die insgesamt sechs Sätze gestaltete Mahler als «Zyklus von Orchesterliedern» nach Texten aus Hans Bethges Die chinesische Flöte. Fernöstlich anmutende Klangfarben und ein prägnantes, pentatonisch gefärbtes Motiv verbinden sich mit einer zutiefst anrührenden Ausdruckswelt, in die TLT-Chefdirigent Gerrit Prießnitz, Mezzosopranistin Zanda Švēde, Tenor Heiko Börner und das TSOI gemeinsam eintauchen.
Als einleitendes Stück ist Mahlers Lied von der Erde ein Werk von Arnold Schönberg vorangestellt, der ein großer Bewunderer Mahlers war und etliche seiner Kompositionen bearbeitete. Verklärte Nacht entstand ursprünglich als Streichsextett und bewegt sich – ähnlich wie Mahlers sinfonischer Liederzyklus – zwischen innerer Unruhe und verklärter Ruhe. Nach der gleichnamigen Dichtung von Richard Dehmel entwarf Schönberg eine musikalische Erzählung von Schuld, Verständnis und Verklärung, die tief in der spätromantischen Klangwelt Gustav Mahlers wurzelt und zugleich über sie hinausweist.
Besetzung:
Musikalische Leitung: Gerrit Prießnitz
Soli: Zanda Švēde, Heiko Börner
Orchester: Tiroler Symphonieorchester Innsbruck
14. & 15. Jänner 2027:
3. Symphoniekonzert
Im Beethovenjahr 2027 – 200 Jahre nach dem Tod des Komponisten – rücken in dieser Saison mehrere seiner Werke in den Fokus des Konzertprogramms, die seine musikalische Entwicklung eindrucksvoll widerspiegeln.
Beethovens einziges Violinkonzert sprengte die Konventionen seiner Zeit. Statt virtuoser Selbstdarstellung entfaltet sich ein groß dimensionierter sinfonischer Verlauf, in dem das Soloinstrument zunächst fast zurücktritt – etwa im ausgedehnten ersten Satz mit seinem ruhigen Gestus und den späteren lyrischen Höhepunkten des Soloparts. So schuf Beethoven ein Werk, das zwischen Konzert und Sinfonie steht und zugleich zu einem Meilenstein der Gattung wurde. Wenige Jahrzehnte später betrat Robert Schumann die große Bühne der von Beethoven geprägten Sinfonik. Seine «Erste» skizzierte der 30-Jährige 1841 in nur vier Tagen, kurz nach der Hochzeit mit Clara Wieck, getragen von einem «Frühlingsdrang», der ihn zu neuem schöpferischen Ausdruck beflügelte. Mit seinem Erstlingswerk dieser Gattung gelang Schumann nicht etwa ein vorsichtiger Vorstoß, sondern ein selbstbewusster Aufbruch in eine noch von Beethoven dominierte Tradition.
Als Solist ist der in der Ukraine geborene israelische Geiger Vadim Gluzman zu erleben, der ganz besonders für seine differenzierten Beethoven-Interpretationen geschätzt wird. Am Pult begrüßt das TSOI den israelischen Dirigenten und ausgebildeten Geiger Daniel Cohen, der seit 2018 Generalmusikdirektor des Staatstheaters Darmstadt ist.
Besetzung:
Musikalische Leitung: Daniel Cohen
Violine: Vadim Gluzman
Orchester: Tiroler Symphonieorchester Innsbruck
18. & 19. Februar 2027:
4. Symphoniekonzert
Der Auftakt zum 4. Symphoniekonzert ist der russischen Komponistin Sofia Gubaidulina gewidmet, die 2025 im Alter von 93 Jahren verstarb. Ihr Märchenpoem ist inspiriert von der Geschichte eines Kreidestücks, das Zahlen und Buchstaben auf die Schultafel schreiben muss, obwohl es davon träumt, Schlösser und Gärten zu malen. Das Märchen erschien Gubaidulina, die lange in der Sowjetunion lebte, als «symbolhaft für das Schicksal eines Künstlers». 1971 komponiert, wurde das Stück erst 1992 – nach dem Zerfall der Sowjetunion – uraufgeführt.
Auch der russische Komponist Dmitri Schostakowitsch bewegte sich stets im Spannungsfeld zwischen künstlerischer Freiheit und politischem Druck. Ins Zentrum seiner dramatischen 5. Sinfonie stellte er «den einzelnen Menschen mit all seinen Gefühlen und Zweifeln» und bezeichnete sie als «praktische Antwort eines Sowjetkünstlers auf gerechte Kritik». Das ironisch-bittere Werk entstand nach der öffentlichen Kritik an Lady Macbeth von Mzensk und wurde 1937 in Leningrad uraufgeführt.
Als starker Kontrast dazwischen steht Wolfgang Amadeus Mozarts Flötenkonzert D-Dur KV 314. Die Bearbeitung eines ursprünglich für Oboe komponierten Konzerts entstand vermutlich im Auftrag des holländischen Flötenliebhabers Ferdinand Dejean. Die Tiroler Flötistin Daniela Koch wird das Werk, das von eleganter Leichtigkeit und durchsichtiger Klangbalance geprägt ist, interpretieren. Die musikalische Leitung liegt in den Händen der international gefragten Dirigentin Anna Skryleva, die 2024 mit dem OPUS KLASSIK Award ausgezeichnet wurde.
Besetzung:
Musikalische Leitung: Anna Skryleva
Flöte: Daniela Koch
Orchester: Tiroler Symphonieorchester Innsbruck
Dates Novembre 2026
Dates Janvier 2027
Dates Fevrier 2027
Dates Mars 2027
Dates Avril 2027
Dates Mai 2027
Dates Juin 2027
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Adresse: Rennweg 3
6020 Innsbruck
Autriche
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