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Florian Klenk - Ausreden
Florian Klenk - Ausreden
Ein Monolog von Elfriede Blauensteiner, bekannt als "schwarze Witwe", der uns zwingt, unsere Vorstellungen von Schuld, Gerechtigkeit und Empathie neu zu justieren.
"Wir alle haben, sensationsgeil, wie wir sind, die Augen nicht von dieser Frau und ihren gleichzeitig raffinierten wie ungeheuerlichen Morden lassen können, aber die Augen sind zu schwach. Es muss jemand kommen, der uns von den Augen aufs Hirn umstellt und das in den Schraubstock dieses Buches spannt, bis wir ihm nicht mehr auskommen können." - Elfriede Jelinek
Elfriede Blauensteiner, bekannt als »schwarze Witwe«, wurde Anfang 1996 verhaftet und später wegen mehrfachen Mordes an Pflegefällen und Partnern verurteilt. Hier spricht sie in einer dokumentarischen Selbstaufzeichnung. Was man hier liest, ist kein Roman, kein Krimi, sondern ein aufgeschriebenes Leben.
Hier wird ausgesagt. Aus Protokollen, Gutachten, Auskünften entsteht ein Monolog, der uns zwingt, unsere Vorstellungen von Schuld, Gerechtigkeit und Empathie neu zu justieren. Natürlich geht es darin um Schuld, aber nicht im juristischen Sinn. Ja, diese Frau hat Menschen ermordet. Aber wer mit sieben Jahren weiß, dass die eigene Mutter den Tod des Kindes mehr ersehnt als seine Gesundung, der entwickelt keinen Sinn für Moral.
Es gibt Bücher, die lassen sich nicht weglegen. Nicht, weil sie unterhaltsam sind, sondern gerade, weil sie kaum erträglich sind. »Ausreden« ist ein solches Buch.
Florian Klenk ist der Autor, aber seine Rolle ist eine besondere: Er hat vorhandenes Material – nämlich Vernehmungsprotokolle und Gespräche – ausgewählt, verdichtet und literarisch in eine monologische Form gebracht.
Florian Klenk ist einer der prägendsten investigativen Journalisten Österreichs und hat als Chefredakteur der Wiener Wochenzeitung Falter den Stil des kritischen, aufklärerischen Journalismus im Land stark mitgeprägt. Seine Arbeit steht für hartnäckige Recherche, juristische Präzision und den Willen, Machtmissbrauch sichtbar zu machen – oft in Fällen, die andere längst aufgegeben hätten.
Als Buchautor gelingt es ihm, komplexe Kriminalfälle und Justizskandale so zu erzählen, dass sie über den Einzelfall hinausweisen: Es geht nicht nur um Täter und Taten, sondern um die Frage, wie ein Rechtssystem funktioniert – oder versagt – und was das über eine Gesellschaft aussagt.
In den letzten Jahren hat Klenk zudem eine neue Rolle angenommen: Auf Plattformen wie Twitter (heute X) oder Podcasts erreicht er ein breites Publikum direkt. Dort verbindet er Aufklärung mit persönlicher Stimme, Humor und Haltung – und ist damit zu einer Art Social-Media-Star geworden, ohne den Anspruch seiner journalistischen Arbeit aufzugeben.
Ort
Die ehemalige Mühle an der Brücke über die Feldaist in der Talsenke zwischen dem Gemeindekern und dem heutigen Bahnhof wurde bereits im 13. Jh. urkundlich erwähnt. Anfang des 20. Jhs. wurde der Gebäudekomplex zu einer Fabrikanlage umfunktioniert (OÖ Steingutfabrik). Im Jahr 1990 wurde das Gelände von der damaligen Marktgemeinde Pregarten erworben und nach Plänen der Architekten Peter und Gabriele Riepl zu einem Kulturzentrum ausgebaut, das 1999 eröffnet wurde. Dabei wurde die historische Bausubstanz in wesentlichen Teilen erhalten und durch Zubauten ergänzt. Der auffälligste Neubau der Anlage ist das Bühnengebäude, der sogenannte Findling, ein ungleichmäßiger, Steinfindlingen nachempfundener Rundbau, der 480 Zuschauern Platz bietet. Das Kulturhaus Bruckmühle ist seither Veranstaltungsort für Tagungen und unterschiedliche Kulturereignisse. Das Gebäude beherbergt überdies die Landesmusikschule Pregarten, den Musikverein Pregarten sowie einen Gastronomiebetrieb. Die Direktion und der Aufsichtsrat der Bruckmühle werden von der Stadtgemeinde bestellt, die auch alleinige Eigentümerin ist. Zwischen 2004 und 2007 zählte das Kulturhaus ca. 70.000 Besucher.
Termine April 2027
Pregarten, Bruckmühle Pregarten Weitere Veranstaltungen im Spielort
Adresse: Bahnhofstrasse 12
4230 Pregarten
Österreich
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